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Uneinigkeit über Unterstützung für ukrainische Opposition

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Uneinigkeit über Unterstützung für ukrainische Opposition

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Auf dem Kiewer Maidan harren die Demonstranten weiter aus. Obwohl die Oppositionsführer dazu aufgerufen haben, “wegen der arktischen Temperaturen” an diesem Wochenende auf Großdemonstrationen zu verzichten, wollen am Nachmittag wieder Tausende zu den Besetzern des Maidan kommen. Die sind fest entschlossen.

“Die Menschen werden nicht verschwinden. Ich selbst werde erst gehen, wenn es einen Machtwechsel gibt. Und es gibt Tausende, die so denken wie ich. Wir alle bleiben bis zum Ende”, sagt Oleg. Und Iwan meint: “Wir bleiben bis zu unserem Sieg. Aber das wird lange dauern. Mindestens zwei Monate, vielleicht mehr, aber wir müssen bleiben”.

International herrscht Uneinigkeit darüber, wie die Opposition in der Ukraine am besten unterstützt werden kann. EU-Außenbeauftragte Baroness Ashton lehnt Sanktionen ab. “Wir haben über Unterstützungsmöglichkeiten mit der Opposition gesprochen, sowohl hier als auch in der Ukraine. Oft ist es falsch, sich nur auf einen Aspekt der Unterstützung zu konzentrieren, die wir dem ukrainischen Volk geben können. Es ist wirklich wichtig, dass zuerst die Gewalt beendet wird und dass man sich auf einen konstruktiven Dialog hinbewegt, auf eine Verfassungsreform, auf die Rolle des Parlamentes schaut. Sie müssen sich nach vorne bewegen, damit die Menschen vertrauen auf die Transparenz und die Offenheit des Prozesses vertrauen können”, erklärte Baroness Ashton gegenüber euronews.

Die USA hingegen befürworten Sanktionen und Russland bestreitet gar, dass es um den Willen der ukrainischen Bevölkerung gehe. Außenminister Sergej Lawrow erklärte, es sei die Nato, die prinzipiell die Aufnahme der Ukraine beschlossen habe und die nun dem Land ihren Willen aufzwinge.