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Wahl in Thailand: Zahlreiche Störungen, keine Gewalt

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Wahl in Thailand: Zahlreiche Störungen, keine Gewalt

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Thailand hat gewählt. Mit einem eindeutigen Wahlergebnis wird aber noch nicht gerechnet. Denn wegen zahlreicher Störaktionen könnte es Ende des Monats einen weiteren Urnengang geben.

Oppositionelle hatten vielerorts die Schließung der Wahllokale erzwungen oder ihre Öffnung ganz verhindert.

Von den Störungen waren nach Angaben der Wahlkommission etwa sechs Millionen Menschen betroffen.

Supachai Somchareon erklärte, im ganzen Land gebe es 93,952 Wahllokale, in 83,813 von ihnen habe man seine Stimme abgeben können. Das seien 89,2 Prozent aller Wahllokale.

Insgesamt verlief der Urnengang überraschend friedlich – im Vorfeld hatte es anhaltende Proteste gegen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra gegeben.

Die Regierungsgegner sehen in Yingluck eine Marionette ihres Bruders, des gechassten Regierungschefs Thaksin.

Zu den Protestierenden zählen vor allem wohlhabende Stadtbewohner, die dem Shinawatra-Clan Korruption und Vetternwirtschaft vorwerfen. Um die Demonstrationen zu beenden, kündigte Yingluck für den Fall ihres Wahlsiegs Reformen an. Eine Geste, die den Demonstranten jedoch nicht weit genug geht. Ein Ende der Spannungen scheint auch nach der vorgezogenen Parlamentswahl nicht in Sicht.