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Budapest: Greenpeace-Protest gegen AKW "Paks"

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Budapest: Greenpeace-Protest gegen AKW "Paks"

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In Budapest haben Greenpeace-Aktivisten auch am Montag gegen den Ausbau des Atomkraftwerks Paks 100 Kilometer südlich der ungarischen Hauptstadt demonstriert. Diesmal hatten sie Protestplakate an der berühmten Freiheitsstatue auf dem Gellertberg angebracht. Die Protestaktion konnte von fast jedem Ort in Budapest aus gesehen werden. Greenpeace und andere Organisationen schickten auch einen Brief an die Parlamentarier und forderten die Einstellung des Ausbauplans. Sie argumentieren, dass der Ausbau für Ungarn extrem teuer werde. Das Geld sollte vielmehr in alternative und sicherere Energien gesteckt werden als ausgerechnet die Atomkraft.

Brigitta Bozsó von Greenpeace meint: “Wenn wir jetzt Milliarden in die Atomkraft stecken, haben wir nicht die finanziellen Mittel, um alternative Energien weiterzuentwickeln. Außerdem halsen wir dem Steuerzahler weitere Belastungen auf.”

Das AKW aus Sowjetzeiten soll mit einem russischen Milliardenkredit zwei neue Reaktoren bekommen. Die beiden neuen Reaktorblöcke sollen 2023 ans Netz gehen. Die Kapazität des AKW soll sich so verdoppeln. Am Donnerstag findet im Parlament eine Abstimmung über den Ausbau des Atomkraftwerks statt.