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Geiseldrama in Moskau: "Mami, hilf mir. Gordeyev hat ein Gewehr. Er schießt."

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Geiseldrama in Moskau: "Mami, hilf mir. Gordeyev hat ein Gewehr. Er schießt."

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Eine Geiselnahme in der Schule 263 im Norden Moskaus konnte heute Morgen nach zwei Stunden beendet werden. Ein mit zwei Gewehren bewaffneter Schüler drang in das Gymnasium ein, nahm mehr als 20 Schüler als Geiseln und erschoss einen Lehrer und einen Polizisten. Der Amokläufer, der offenbar ein Einser-Schüler war, soll vor der Tat einen Nervenzusammenbruch erlitten haben, teilten die Ermittler mit.

Eine Schülerin erzählt, dass sie zum Zeitpunkt der Tat im Russisch Unterricht war. Der stellvertretende Schuldirektor sei gekommen und habe ihnen gesagt, dass sie bleiben sollten, wo sie seien. Später seien sie dann rausgeführt worden. Auf die Frage des Journalisten, ob sie etwas gehört habe, antwortet sie, dass sie zwei Schüsse gehört habe.

Eine andere Schülerin, die sich im Gebäude befand, kannte den jugendlichen Amokläufer. Sie schickte ihrer Mutter eine SMS. Sie schrieb: “Mami, hilf mir. Gordeyev hat ein Gewehr. Wir sind in der Schule. Er schießt. Mami, hilf mir, das ist kein Witz.” Ihre Mutter riet ihr, die Polizei zu rufen. Die Tochter bat sie in einer zweiten SMS, nicht zur Schule zu kommen, dort sei es schrecklich.

Mittlerweile wurde die Schule evakuiert. Die Polizei befragte Klassenkameraden des Täters. Anscheinend war sein Verhalten in den vergangenen Tagen nicht anders als sonst.