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Hoffman: Einer der großen Schauspieler unserer Generation

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Hoffman: Einer der großen Schauspieler unserer Generation

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“A Most Wanted Man” – einer der letzten Film, in denen Philip Seymour Hoffman mitgespielt hat. Der überwiegend in Deutschland gedrehte Streifen von Anton Corbijn basiert auf dem John-Le-Caré-Roman Marionetten. Hoffman jagt als deutscher Agent Gunther Bachmann einen mutmaßlichen Islamisten aus Tschetschenien.

Im Januar feierte der Film Premiere beim Sundance Festival. Der inzwischen verstorbene Hoffman war dabei, berichtete von seiner Rolle, die seine letzte sein sollte.

“Man muss, wie immer, der Geschichte gerecht werden und versuchen, sie auf eine Weise zum Leuchten zu bringen und zu erzählen, die hoffentlich überraschend ist.”

Hoffman schaffte es 1997 nach einer Reihe kleinerer Rollen mit “Boogie Nights” auf die große Bühne. In dem Film spielte er einen liebeskranken Schwulen.

Immer wieder war Hoffman in Rollen zu sehen, in denen sich eine verborgene Intelligenz, ein logischer Geist mit Leid und Leidenschaft vermengen und heftige innere Kämpfe liefern. Der blonde, untersetzte Schauspieler konnte so professoral wie ungepflegt wirken, so hochbegabt wie alltäglich.

2005 gewann Hoffman einen Oscar für seine Darstellung des Schriftstellers Truman Capote in dem Film Capote.

Der Filmkritiker Leonard Martin: “Sein Tod ist ein enormer Verlust, denn er ist einer der großen Schauspieler unserer Generation und seiner Generation. Er war unwahrscheinlich vielseitig. Ich glaube es gab nichts, was er nicht tun konnte. Er spielte sowohl komödiantische als auch tragische Rollen, und alles dazwischen.”

Dreimal wurde Hoffman für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert, unter anderem für seine Rolle in “Der Krieg des Charlie Wilson”, wo er einen CIA-Agenten in den Wirren des Afghanistan-Kriegs spielt.

Eine weitere Nominierung holte er für seinen Part in “Glaubensfragen” , wo er an der Seite von Meryl Streep einen Priester darstellte.

Auch für seine Rolle im Film “The Master” von 2012 wurde Hoffman zum Oscar-Anwärter. In dem Film von Paul Thomas Anderson spielte er einen charismatischen Religionsführer – der Streifen eine Anspielung auf die Scientology-Sekte.

Leonard Martin: “Er liebte das Theater, die Bühne, dort hatte er angefangen, gleichzeitig war er aber auch in Blockbustern wie “Die Tribute von Panem” zu Hause.”

Hoffman war im zweiten Teil der Tribute-Reihe zu sehen, Catching Fire. Darin spielte er den neuen Spielmacher Plutarch Heavensbee. Auch im dritten Teil spielte er mit. Da die Szenen mit ihm bereits überwiegend abgedreht sind, kommt der Streifen trotz Hoffmans Tod rechtzeitig in die Kinos, so die Produzenten.