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Europaparlament will Lesben und Schwulen besser schützen

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Europaparlament will Lesben und Schwulen besser schützen

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Das Europaparlament fordert einen Fahrplan zum Schutz der Grundrechte von Lesben und Schwulen. In einer Entschließung bedauerte das Parlament, dass die Rechte von lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Personen noch immer nicht genügend geachtet werden. Einer Umfrage zufolge fühlen sich 47 Prozent dieser Menschen diskriminiert oder belästigt. “Zwei Drittel der Lesben und Schwulen in Europa haben manchmal immer noch Angst davor, sich öffentlich Hand in Hand mit dem geliebten Menschen zu zeigen”, so die österreichische grüne Abgeordnete Ulrike Lunacek. “In einem Europa der Freiheit, Sicherheit und der Rechte sollte es das nicht geben.” Die französischen Konservativen stimmten dagegen, nicht nur weil die Homo-Ehe in ihrem Heimatland umstritten ist. “Es gibt Werte, die wir unbedingt verteidigen müssen”, meint die Abgeordnete Françoise Grossetête. “Es sind die Familien-, die Erziehungswerte, die jüdisch-christlichen Werte. Alles andere ist ideologische Aufwiegelei, denn die Europawahl rückt näher. Es ist schlimm.” “Auch ein Appell der katholischen Kirche konnte hier nicht fehlen”, sagt unsere Korrespondentin Margherita Sforza. “Eine italienische liberale Abgeordnete berichtete, der Bischof von Cremona habe sie angerufen und aufgefordert, gegen die, wie er sagte, mehrdeutige Entschließung zu stimmen.”