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Facebook 10 - jetzt will Zuckerberg nur noch kurz die Welt retten

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Facebook 10 - jetzt will Zuckerberg nur noch kurz die Welt retten

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Für einen solchen Absturz muss man vorher hoch geklettert sein:

Der Börsengang von Facebook – jetzt zehn Jahre alt – im Mai 2012 ging mächtig daneben. Immer höher schraubten Unternehmen und Berater den Ausgabepreis – am Ende wurden es 38 Dollar (28,11 €).

Zweifel am Facebook-Geschäftsmodell ließen die Aktie abstürzen, auf 18 Dollar (13,31 €) – weniger als die Hälfte.

Der Grund: Das Online-Netzwerk verdiente zum Börsengang noch kein Geld in seinen Smartphone-Apps. Vergessen.

Heute ist die Firma an der Börse mehr als 150 Milliarden Dollar (110,1 Mrd €) wert. In der Bilanz stehen 7,9 Milliarden Dollar (5,8 Mrd €) Jahresumsatz und 1,5 Milliarden Dollar (1,11 Mrd €) Gewinn.

«Wir haben haufenweise Fehler gemacht», räumte Gründer Mark Zuckerberg ein – vergessen. Inzwischen ist die Facebook-Aktie bei 63 Dollar (46,6 €) angekommen.

Aber jeder der mehr als eine Milliarde Nutzer muss immer wieder neu rumgekriegt werden – sagt der Analyst.

Rick Sommer, Aktienanalyst, Morningstar:

“Die Fähigkeit, Geld zu verdienen, hängt an der Tatsache, dass die Nutzer diese App verwenden wollen. Das liegt auf der Hand. Aber ist die App auch noch in 5 oder 10 Jahren unwiderstehlich? Das ist und bleibt das große Fragezeichen.”

Da reicht es auf die Dauer nicht, einfach die Anzeigen vom Rand des Bildschirms direkt zwischen die Einträge im Nachrichtenstrom der Nutzer zu schieben, um die Werbemilliarden zu verewigen.

Alle Menschen weltweit müssten Zugang zum Internet bekommen, fordert Mark Zuckerberg. Auch die Selbstkritik – vergessen.

“Jetzt haben wir die Ressourcen, um Menschen auf der ganzen Welt zu helfen, noch größere und wichtigere Probleme zu lösen”, schrieb der 29-Jährige zum 10. Geburtstag seiner Firma – in seinem Facebook-Profil.

Sigrid Ulrich mit dpa, Reuters