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London hatte mit blutigem Angriff auf Tempel nur "unwesentlich" zu tun

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London hatte mit blutigem Angriff auf Tempel nur "unwesentlich" zu tun

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Großbritannien hatte auf die Operation Blue Star, den blutigen Angriff auf einen Sikh-Tempel in Indien im Jahr 1984, nur unwesentlichen Einfluss. London habe der indischen Regierung einen Berater zur Verfügung gestellt, aber die Inder hätten sich letztendlich nicht an dessen Vorschläge gehalten, so Außenminister William Hague vor dem Parlament. “Die Operation Blue Star war ein Bodenoffensive, außerdem kein Überraschungsangriff. Das macht deutlich, dass der Rat unseres Militärexperten lediglich einen begrenzten Einfluss auf die Operation Blue Star hatte”, so Hague.

Sikh-Separatisten hatten 1984 den Goldenen Tempel in Amritsar besetzt und als Hauptquartier benutzt, um mit Terror einen eigenen Sikh-Staat zu erzwingen. Als die indischen Streitkräfte dann den Tempel stürmten, wurden Tausende Sikhs und Hunderte Soldaten getötet. Noch im selben Jahr fiel die indische Regierungschefin Indira Gandhi einem Attentat der Sikh zum Opfer.

Heute ist der wiederaufgebaute Tempel ein heiliger Ort für Sikhs, ein Museum und eine Touristenattraktion.