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Streitpunkt Chemiewaffen: Russland verteidigt Syrien

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Streitpunkt Chemiewaffen: Russland verteidigt Syrien

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Syrien wird offenbar bald weitere chemische Waffen zur Zerstörung ins Ausland verschiffen. Russischen Angaben zufolge wird sich die Regierung in Damaskus doch an den vorgesehenen Zeitplan bis Anfang März halten.
Zuvor waren Vorwürfe laut geworden, Damaskus würde die Vernichtung der eigenen Chemiewaffen verschleppen. Das ist jedoch die Bedingung des Westens, durch die Damaskus internationale Sanktionen abwenden kann.

Nach Gesprächen mit dem Vorsitzenden der oppositionellen Nationalen Syrischen Allianz, Ahmed al-Dscharba, lobte Russlands Außenminister Sergej Lawrow den Entschluss der Gruppe, an den Friedensgesprächen in Genf teilzunehmen.
Es zeige, dass die Allianz für eine friedliche Lösung im umkämfpten Syrien eintrete.

Lawrow erklärte, “wir appellieren an unsere europäischen und amerikanischen Partner, ebenso offen zu sein. Wir sind davon überzeugt, dass sie ohne Ausnahmen mit allen Lagern zusammenarbeiten sollen – ich spreche natürlich von politischen Lagern, nicht von Terroristengruppen.”

Währenddessen trafen weitere russische Flugzeuge mit Hilfslieferungen an Bord in Syrien ein. Die Lage der Menschen dort spitzt sich weiter dramatisch zu:

Besonders schlimm ist es in Aleppo, der zweitgrößten syrischen Stadt, die halb von den Aufständischen, halb von den Regierungstruppen kontrolliert wird. Für Kritik sorgte zuletzt das Vorgehen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, dessen Truppen die Viertel der Aufständischen per Hubschrauber mit Fassbomben angriffen – Waffen, denen zahlreiche Zivilisten zum Opfer fielen.