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Erdogan macht in Berlin auch Wahlkampf

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Erdogan macht in Berlin auch Wahlkampf

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Die Veranstaltung stand unter dem Titel “Berlin trifft den großen Meister”. Im Tempodrom der deutschen Hauptstadt sprach der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor rund 4000 Anhängern und machte dabei auch Wahlkampf.

Ende März stehen in der Türkei Kommunalwahlen an, und im August wählen die Türken zum ersten Mal ihren Präsidenten direkt – ein Amt, für das Erdogan vermutlich kandidieren wird.

Den Vorwurf der Korruption in seiner Regierung wies er zurück: “Lügen sind das Geschäft der Opposition, so, wie man es ihnen beigebracht hat. Sie werfen mit Dreck und glauben, dass einige Flecken haften bleiben werden. Aber ich sage ihnen, die Sonne kann man nicht mit Schmutz zudecken.”

Gut drei Millionen Menschen in Deutschland haben türkische Wurzeln, rund eineinhalb Millionen von ihnen zudem das türkische Wahlrecht. Erdogan rief sie auf, sich in Deutschland zu integrieren, und trotzdem die türkische Fahne zu ehren.

Auch in Deutschland hat Erdogan Kritiker, am Brandenburger Tor versammelten sich 2500 türkisch-stämmige Menschen zu einer Gegendemonstration. Großes Theme hier wieder die Korruptionsvorwürfe.

Erdogans Besuch in Deutschland diente auch der Beziehungspflege. Von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte er eine Beschleunigung der Beitrittsverhandlungen. Die EU brauche die Türkei, so Erdogan.