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Libyen: Gaddafis Chemiewaffen sind vollständig vernichtet

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Libyen: Gaddafis Chemiewaffen sind vollständig vernichtet

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Zehn Jahre nach Beginn der Operation sind in Libyen die letzten chemischen Waffen des Landes vernichtet worden. Der Prozess hatte noch unter Machthaber Muammar al-Gaddafi begonnen, als Libyen die UN-Chemiewaffenkonvention unterzeichnete.

Außenminister Mohammed Abdelasis gratulierte den Beteiligten: “Wir sind sehr glücklich, dass diese Operation professionell durchgeführt und abgeschlossen wurde – ohne Folgen für die Umwelt oder die Lagerstätten der Waffen.”

Nach den Waffen der Kategorie eins sollen nun auch jene Chemikalien neutralisiert werden, mit denen Chemiewaffen hergestellt werden können. “Es gibt noch einige Reste von waffenfähigen Chemikalien der Kategorie zwei und wir sind zuversichtlich, dass diese zu gegebener Zeit ebenfalls zerstört sein werden”, so Ahmet Üzümcü, Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). “Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zu einem Libyen, das frei von Chemiewaffen ist.”

Noch im Jahr 2004 lagerten in libyschen Waffendepots unter anderem 25 Tonnen Senfgas. An der Vernichtung waren Spezialisten aus den USA, Kanada und Deutschland beteiligt. Der Abbau der libyschen Depots war aufgrund des Bürgerkrieges zwischenzeitlich unterbrochen worden.