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London: Chaos durch U-Bahn-Streik

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London: Chaos durch U-Bahn-Streik

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Weil viele der U-Bahn-Stationen in der britischen Hauptstadt seit Dienstagabend geschlossen blieben, mussten die Passagiere nach Alternativen suchen. U-Bahn Mitarbeiter traten in den Streik, weil Personal an den Fahrkartenschaltern durch Automaten ersetzt werden soll.
Durch die Modernisierungsmaßnahme sind Hunderte Arbeitsplätze bedroht.

Die Bahnhöfe sollten für 48 Stunden geschlossen bleiben. Experten warnten vor Millionenschäden.

Doch der U-Bahn-Nutzer Stefan Bornhoft zeigte Verständnis für die Streikenden:
“Ich bin echt genervt, aber sie müssen um ihre Rechte kämpfen.”

Ganz anders Chris Nash:
“Jedes Unternehmen muss sich modernisieren, die Infrastruktur muss mit der Zeit gehen, es ist sinnlos, stehen zu bleiben. Man kann nicht verhindern, dass die Schalter durch Automaten ersetzt werden.”

Die Londoner U-Bahn transportiert täglich etwa drei Millionen Menschen – Tausende Berufspendler stiegen aufs Fahrrad um. Andere nutzten Boote.

Insgesamt waren Hunderttausende Berufspendler von den Arbeitsniederlegungen betroffen. Busse waren hoffnungslos überfüllt. In den Morgenstunden bildeten sich am Mittwoch Schlangen vor den Haltestellen. Die Liste der geschlossenen U-Bahn-Stationen war laut Medienberichten teilweise nicht auf dem neuesten Stand, was das Chaos verstärkte.
Die Gewerkschaften haben für die kommende Woche weitere Streiks angekündigt.