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Panamakanal: Streit um Mehrkosten gefährdet pünktlichen Ausbau

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Panamakanal: Streit um Mehrkosten gefährdet pünktlichen Ausbau

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Der pünktliche Ausbau des Panamakanals steht wieder in Frage. Gespräche zwischen Kanalbehörden und den beteiligten Baufirmen sind vorerst gescheitert: Dabei ging es darum, wer Mehrkosten von über einer Milliarde Euro übernehmen soll.

Die Baufirmen warnen jetzt vor jahrelangen Schlichtungsverhandlungen, die auf Panama zukommen würden, und vor der Gefährdung vieler Arbeitsplätze.

Man lasse sich nicht erpressen, sagt aber Jorge Quijano, der Chef der Kanalbehörde. Man halte sich an den Vertrag, und das Vorhaben werde 2015 vollendet, ob mit oder ohne die Baufirmen.

Das Firmenkonsortium wird vom spanischen Unternehmen Sacyr angeführt. Für Sacyr ist der Panamaauftrag ein großer und wichtiger Teil des Auslandsgeschäfts. Bei einem Abbruch der Arbeiten wären vor allem hier Stellen in Gefahr.

Spaniens Infrastrukturministerin ruft deshalb zur Einigung auf. Ein Stopp der Arbeiten, so sagt Ana Pastor, wäre der schlimmste denkbare Fall.

Der Panamakanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Sie durchbricht die schmale mittelamerikanische Landbrücke und verbindet so Atlantik und Pazifik. Nach dem Ausbau könnte durch den Kanal doppelt soviel befördert werden, unter anderem durch größere Schiffe.