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Streit um Rechte der Flugpassagiere

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Streit um Rechte der Flugpassagiere

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Fluggäste sollen künftig selbst auf Kurzstrecken schon ab drei Stunden Verspätung mit 300 Euro entschädigt werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedete das Europaparlament in Straßburg. Er hat jedoch einen Haken: Die EU-Kommission will erst ab fünf Stunden Verspätung Entschädigungen zugestehen. “Wir haben dafür gesorgt, dass alles transparent ist”, so der luxemburgische konservative Abgeordnete Georges Bach. “Der Kunde weiß nun, was zu tun ist, wenn es Schwierigkeiten gibt, an wen er seine Klage richten muss.” Mit der Neuregelung der Passagierrechte soll eine Richtlinie aus dem Jahr 2004 nachgebessert werden. Jetzt muss ein Kompromiss zwischen Parlament und Kommission gefunden werden. Luftverkehrsverbände hingegen nannten die Entscheidung unverantwortlich. “Alles hat seinen Preis”, so David Handerson vom Verband der europäischen Airlines. “Wenn die Kosten steigen, schlägt sich das in dem Preis für die Tickets nieder.” “Es wird nicht leicht sein, diese Reform durchzusetzen”, meint unsere Korrespondentin Margherita Sforza. “Die Fluggesellschaften wollen in jedem Fall dagegen vorgehen.”