Eilmeldung

Eilmeldung

EU wirbt weiter um Ukraine

Sie lesen gerade:

EU wirbt weiter um Ukraine

Schriftgrösse Aa Aa

Die Europäische Union gibt die Ukraine noch nicht auf: Die EU-Außenbeauftragte ruft bei einem Besuch in Kiew beide Seiten zum Dialog auf und bietet weitere Hilfe an. Bei diesem sprach Catherine Ashton sowohl mit dem Staatspräsidenten als auch mit Vertretern seiner Gegner.

Obwohl die Gewalt offenbar zurückgehe, sagt Ashton, mache die Lage vor Ort immer noch große Sorgen. Es gehe jetzt darum, dass vor Gericht komme, wer etwas verbrochen habe; das müsse mit Transparenz und Unabhängigkeit geschehen.

Seit über zwei Monaten demonstrieren Regierungsgegner gegen die Führung des Landes. Allerdings hat auch Staatspräsident Wiktor Janukowitsch in dem kulturell geteilten Land weiterhin seine Anhänger, die die jüngste Annäherung an Russland begrüßen.

Ende November hatte die Regierung ein Annäherungsabkommen mit der EU in letzter Minute gekippt. Stattdessen wandte sie sich Russland zu, das seitdem mit viel Geld und herabgesetzten Preisen für Erdgas aushilft.

Die Proteste wurden für einige Zeit gewalttätig, und es gab sogar Todesopfer: Die Lage hat sich seitdem aber beruhigt. Allerdings werden nach Angaben der Opposition immer noch etliche Demonstranten vermisst, die nach ihren Angaben offenbar entführt wurden.