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Israel: Streit über Wehrpflicht von Ultra-Orthodoxen eskaliert

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Israel: Streit über Wehrpflicht von Ultra-Orthodoxen eskaliert

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In Israel sind Proteste von ultra-orthodoxen Juden zum Teil in Gewalt ausgeartet. In Ashdod im Süden des Landes gingen die Sicherheitskräfte mit Wasserwerfern gegen Blockaden vor – laut Medienberichten wurden zwei Polizisten verletzt.

In Jerusalem spielten sich ähnliche Szenen ab. Bei den landesweiten Protesten wurden mindestens 30 Demonstranten festgenommen.

Die Ultra-Orthodoxen protestierten, weil die bisher für sie geltenden Sonderprivilegien beim Militärdienst bedroht sind – der Streit um eine gerechte Verteilung des Wehrdienstes treibt Israel seit Jahren um.

Das Oberste Gericht des Landes hatte die Freistellung für Vollzeit-Torastudenten vor zwei Jahren gekippt. Die Regierung plant nun ein neues Gesetz, dem zufolge mehr als doppelt so viele Ultra-Orthodoxe wie bisher eingezogen würden.

Zudem fror das Finanzministerium die Studienstipendien für alle Seminare des Landes ein. Zwar gewährt das Verteidigungsministerium eingezogenen ultra-orthodoxen Studenten einen Aufschub – das Finanzministerium hat jetzt jedoch eine zusätzliche Untersuchung angeordnet, bei der überprüft werden soll, ob einberufene Religionsschüler Stipendien erhalten.

Israelische Männer und Frauen sind eigentlich zu dem dreijährigen Wehrdienst verpflichtet.