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Robocop wieder auf Verbrecherjagd

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Robocop wieder auf Verbrecherjagd

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Mehr als ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Robocop zum ersten Mal Verbrecher in amerikanischen Großstädten aufmischte. Jetzt ist er in modernisierter Form wieder im Einsatz.

Detroit im Jahre 2028. Seit Jahren produziert der Rüstungskonzern OmniCorp Drohnen für den Kriegseinsatz. Nun will die Firma Kampfroboter für die Verbrechensbekämpfung verkaufen.

Joel Kinnaman spielt den neuen Robocop, der in London Premiere hatte. “Die Gesellschaft hat sich verändert und die Technologie hat sich rasant weiterentwickelt”, so Kinnaman. “Wir sind plötzlich in einer Situation, in der die Fantasien des Original-Robocops weitgehend Realität geworden sind. Wir müssen entscheiden, wie wir mit dieser neuen Technologie umgehen wollen, und welche Folgen das für die Gesellschaft haben wird.”

Als der von Kinnaman dargestellte Polizist Alex Murphy schwer verletzt wird, wittert der skrupellose OmniCorp-Konzern die Chance für Riesenprofite. Der liebende Familienvater wird in eine Kampfmaschine verwandelt — halb Roboter, halb Mensch. Aber die herzlosen Kapitalisten rechnen nicht mit Rachegelüsten des Mannes innerhalb der Maschine.

“Was einmal Fiktion war, ist jetzt Realität”, sagt Regisseur Jose Padilha. “Heute werden Kriege von Drohnen geführt. Bald werden wir in der Lage sein, Soldaten mit Robotern zu ersetzen. Amerika hat sich aus dem Irakkrieg zurückgezogen, weil US-Soldaten getötet wurden. Was passiert, wenn sie mit Robotern ersetzt werden? Ich weiß es nicht, aber darum geht es in dem Film.”

Brauchen wir Kampfmaschinen, so die Fragestellung des neuen Robocop. Fraglich ist aber auch, ob wir wirklich ein Remake des Originals von Paul Verhoeven brauchen.