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Sony und Volvo bauen tausende Stellen ab

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Sony und Volvo bauen tausende Stellen ab

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Der Elektronik-Riese Sony stößt sein PC-Geschäft ab und will 5.000 Jobs abbauen, davon 1.500 Jobs in Japan. Sony hat gut 145.000 Mitarbeiter.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Sony statt des erhofften Gewinns rote Zahlen – gut 800 Millionen Euro. Zuletzt hatte man noch auf 219 Millionen Euro Konzerngewinn in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr gehofft.

Die seit Jahren verlustreiche Fernseher-Sparte wird in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert.

Das PC-Geschäft mit der Marke Vaio soll an den Tokioter Investmentfonds Japan Industrial Partners gehen.

Der PC-Markt schrumpft rasant, seit die
Kunden lieber Smartphones und Tablets kaufen. 2013 wurden zehn Prozent weniger Notebooks und Desktop-Rechner abgesetzt.

Das größte Problem von Konzernchef Kazuo Hirai, als Sanierer angetreten, sind die TV-Geräte. Hier verliert Sony seit Jahren in großem Stil Geld.
Zwar seien wegen des schwächeren Geschäfts in Schwellenländern schwarze Zahlen nicht drin, so die Firma. Der Verlust werde im laufenden Geschäftsjahr aber auf gut 180 Millionen Euro gedrückt. In den Jahren davor seien es jeweils 1,07 Milliarden und rund 510 Millionen Euro gewesen.

Die aktuellen Quartalszahlen zeigen die Probleme.
Die Geräte-Sparte mit Smartphones, Tablets und PCs verlor 92 Millionen Euro. Im Geschäft mit Unterhaltungselektronik
gab es trotz roter Zahlen bei Fernsehern einen operativen Gewinn von
46,7 Millionen Euro. Die Spiele-Sparte ging mit dem Start der neuen
Konsole Playstation 4 durch die Decke und verdiente 131 Millionen Yen.

Der schwedische Lastwagenbauer Volvo baut 4.400 Arbeitsplätze ab, mehr als doppelt so viele wie bisher bekannt. Vor allem Büroangestellte und Berater müssten schon im Laufe dieses Jahres gehen, so das Unternehmen. Die Jobs würden nicht nur in Schweden gestrichen. Der Nutzfahrzeugbauer hatte Ende Dezember 95 500 Mitarbeiter.

Bisher hatte Volvo wegen der Flaute auf den Lkw-Märkten 2.000 Stellen abbauen wollen. 2013 setzte Volvo knapp 31 Milliarden Euro um, etwa das Gleiche wie im Jahr zuvor. Der Gewinn sackte auf gut ein Drittel, rund 430 Mio Euro.

Wegen einer strengeren Abgasnorm für Schwerlaster ab Anfang des Jahres hatten sich viele Spediteure vor dem Jahreswechsel mit Lastwagen eingedeckt – der Absatz brach ab Januar ein, Volvo kürzte die Produktion.

su mit Reuters