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Sotschi 2014 in den Startlöchern

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Sotschi 2014 in den Startlöchern

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Bei frühlingshaften Temperaturen um die 10 Grad ist die Olympische Fackel in Sotschi eingezogen. Nach einer monatelangen Odyssee durch das ganze Land und sogar einem Abstecher ins Weltall ist sie endlich am Ziel.

Unser Korrespondent nutzte die Gelegenheit, um Außenminister Sergei Lawrow darauf anzusprechen, dass viele Staats- und Regierungschefs dem Sportereignis fernbleiben. Lawrow sagte dazu: “Diese Boykott-Geschichte ist Unsinn. Aber da Sie es angesprochen haben: Ich kann mich an keine einzige Olympiade erinnern, bei der es derartige Diskussionen gab. Niemand hat je gezählt, welche Staats- und Regierungschefs nicht kommen. Mit der Zählerei haben sie erst angefangen, als sie beschlossen haben, dass sie irgend etwas benötigen, um Russland zu nerven, um uns in Bedrängnis zu bringen. Die Einladungen wurden übrigens nicht vom Gastgeberland sondern vom Internationalen Olympischen Komitee verschickt. Jene, die sich für etwas besseres halten, diese internationalen und europäischen Politiker, die ihre Absage der Einladung verkündet haben, nun in Wahrheit haben sie eine Einladung des Internationalen Olympischen Komitees ausgeschlagen. Wir beglückwünschen sie dazu.”

Für die Sicherheit in Sotschi sind neben knapp 40.000 Polizisten auch Kosaken verantwortlich. Sie patrouillieren durch die Straßen der Stadt. Die Bewohner scheinen sich auf die Spiele zu freuen: “Nun, der Strom fällt manchmal für ein oder zwei Stunden aus. Und man hört Pressluftbohrer. Aber die Spiele sind es wert, wir können das aushalten. Unser Volk hat im Laufe der Geschichte schon viel Schlimmeres überlebt”, so ein Passant. Drei Studentinnen sind glücklich, die Olympische Flamme in ihrer Stadt zu begrüßen: “Wir sind stolz auf die Spiele in Sotschi!”