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Fahrpreiserhöhung: Krawalle in Rio de Janeiro

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Fahrpreiserhöhung: Krawalle in Rio de Janeiro

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In der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro sind zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um gegen eine Preiserhöhung für Bus- und Bahntickets zu protestieren. Seit heute sind die Fahrkarten rund acht Cents teurer als zuvor.
Zu Beginn liefen die Proteste weitgehend friedlich ab, in einigen Vororten der zweitgrößten Stadt Brasiliens setzten Sicherheitskräfte dann jedoch Tränengas gegen Randalierer ein, die mit Molotowcocktails warfen. Ein Kameramann wurde von einem Sprengsatz am Kopf getroffen und erlitt schwere Verletzungen. Rund 20 Menschen befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam.

Bei den Protesten gehe es nicht nur um Fahrpreiserhöhungen, erklärte eine junge Demonstrantin: “Wenn wir ein gutes Gesundheits- und Bildungswesen hätten, dann wären nicht so viele Menschen auf die Straßen gekommen. Die Spitze des Eisbergs ist das ganze Geld, das für die Fußball-WM ausgegeben wird. Das ist völlig unnötig. Wir brauchen Gesundheit, Bildung und ein besseres öffentliches Verkehrssystem.”

Es waren die schwersten Unruhen in Brasilien seit der Protestwelle im vergangenen Sommer. Die Demonstranten kündigten bereits an, dass es vor und während der Fußball-Weltmeisterschaft noch mehr Proteste geben soll.