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Grenzhandel im Schatten von Sotschi

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Grenzhandel im Schatten von Sotschi

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Sie ist nur einen Steinwurf von Sotschi entfernt: Die abtrünnige georgische Konfliktregion Abchasien. Von dort überqueren jeden Tag Menschen die Grenze nach Russland, um Waren zu kaufen oder zu verkaufen.

Wegen der nur sechs Kilometer entfernten Winterspiele ist eine stark bewachte Sicherheitszone entstanden: Islamische Extremisten sollen fernbleiben.

Die täglichen Grenzgänger wie Muchmunad Aschabokowa befürchten weitere bürokratische Hürden. Sie überquere die Grenze jeden Tag. Und immer bringe sie Waren mit, um sie zu verkaufen, denn in Abchasien gebe es nur sehr wenig Arbeit. Bei den Olympischen Winterspielen drücke sie – selbstverständlich – ihrem Russland die Daumen, erklärt Aschabokowa.

Die Sportanlagen grenzen direkt an Abchasien, dessen Unabhängigkeit nur Moskau anerkennt. Georgien hatte die Kontrolle über die Region 2008 in einem Krieg gegen Russland verloren.

Tausende russische Soldaten, Kameras, Überwachungsboote im Schwarzen Meer und Stacheldraht bis nach Abchasien hinein sollen für mehr Sicherheit sorgen. Die Maßnahmen verärgern Georgien. Tiflis wirft Moskau vor, sein Gebiet illegal auszuweiten.