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Ukraine: Währung und Rating trudeln nach unten

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Ukraine: Währung und Rating trudeln nach unten

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Mit Kapitalverkehrskontrollen versucht die Zentralbank der Ukraine, den Absturz der Landeswährung Hrywnja zu stoppen. In einer Woche hatte sie rund 10 Prozent gegenüber dem US-Dollar verloren.

Nun wurden private Transfers im Ausland auf rund 5.700 Dollar pro Monat beschränkt, der Kauf von Devisen für Investitionen im Ausland oder die vorzeitige Rückzahlung von Krediten – verboten.

Banken befürchten, dass der Handel leiden könnte und das Entstehen eines Währungs-Schwarzmarktes.

Daraufhin wertete die Ratingagentur Fitch Ratings das ukrainische Institut für Fremdwährungsanleihen von “B-” auf “CCC” ab – Prädikat “hochspekulativ”. Der Ausblick für die ukrainische Währung: “negativ.”

Die Ukraine leidet unter Dauerprotesten gegen eine Annäherung an Russland und einer Schuldenkrise – nahe an der Staatspleite.

Die Währungsreserven des Landes fielen im Januar von 20.4 auf 17.8 Milliarden Dollar – so wenig wie seit 2006 nicht – und das, obwohl Russland die ersten drei Milliarden der zugesagten 15-Milliarden-Dollar-Finanzspritze überwies.

Als Konzession an die demonstrierenden Befürworter einer Annäherung an Westeuropa war Ende Januar der Russland-freundliche Ministerpräsident Mykola Asarow zurückgetreten. Nun waren auch die Russen sauer und froren den noch nicht ausgezahlten Rest der Finanzspritze ein – bis zur Ernennung eines Nachfolgers.

su mit Reuters