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US-Arbeitslosenquote sinkt in Richtung der "roten Line" der Fed

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US-Arbeitslosenquote sinkt in Richtung der "roten Line" der Fed

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In den USA sind im Januar weniger Arbeitsplätze entstanden als 2013 im Schnitt der Monate bis Dezember. Das Wetter kann es nicht gewesen sein, vermuten Analysten bei näherem Hinsehen. Die Bauwirtschaft legte zu wie seit einem Jahr nicht. Joe Manimbo, Leitender Analyst bei Western Union Business Solutions: “Das ist ein Fortschritt. Aber ein so schwacher Wert lässt ein langsameres Wachstum fürchten.”

In Zahlen:
Für Januar nannte das US-Arbeitsministerium 113.000 neue Arbeitsplätze. Das waren weniger als 185.000 – mit diesem Anstieg haben befragte Volkswirte gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank allerdings auf 6,6 Prozent. Das ist so niedrig wie seit Oktober 2008 nicht.

Schon im Dezember hatten viele damit gerechnet, dass der Jobtrend seit Anfang 2013 weitergeht – im Schnitt 192.000 neue Arbeitsverhältnisse pro Monat. Tatsächlich wurden es nur 75.000.

Gleichzeitig suchten überhaupt nur 62,8 Prozent der Arbeitsbevölkerung nach einem Job, wenn sie keinen hatten – ein Tiefpunkt.

6,6 Prozent Arbeitslosenquote – je näher die 6,5 Prozent kommen, desto heißer der Stuhl der neuen US-Zentralbankchefin Janet Yellen: “Keine Leitzinserhöhung, solange die Arbeitslosenquote höher ist als 6,5 Prozent,” war monatelang der Wahlspruch der Federal Reserve. Je besser also die Daten vom Arbeitsmarkt, desto näher rückt eine Zinswende nach oben, von den Finanzmärkten regelrecht herbeigefürchtet.

Denn ab da muss der Aufschwung allein als Motor für die Börsenkurse herhalten.

Viele Ökonomen sind überzeugt, dass der US-Arbeitsmarkt für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung um monatlich rund 200 000 Stellen wachsen müsste.

su mit dpa, Reuters