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Alarmstufe Rot für Spaniens Monarchie

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Alarmstufe Rot für Spaniens Monarchie

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Es ist nicht das erste Mal, dass wütende Spanier die Abschaffung der Monarchie fordern. Der Lebensstil der Königsfamilie ist angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise in Verruf geraten. Während das Volk sparen muss, so heisst es, dürften die Herrschften wohl weiter prassen.

“Wir wollen, dass die Prinzessin und Iñaki Urdangarín ins Gefängnis wandern”, sagt einer der Demonstranten vor dem Gericht in Palma de Mallorca, “sie müssen wirklich ins Gefängnis, deshalb bin ich mit einem symbolischen Käfig hergekommen.”

Urdungarin soll ein Netz an Scheinfirmen aufgebaut haben, um unterschlagene staatliche Gelder nutzen zu können. Dazu gehört auch ein Unternehmen namens Aizoon, an dem Cristina mit ihrem Mann zu jeweils 50 Prozent beteiligt war.

Unter anderem eine millionenschwere Villa in Barcelona habe sich das Paar mit dem Geld finanziert, wie es heisst. Der Richter sieht den Tatbestand des Steuerbetrugs erfülllt, weil Cristina mit Aizoon-Kreditkarten ihre privaten Ausgaben beglichen habe – mit dem Ziel, den Gewinn der Scheinfirma zu minimieren.

Auch König Juan Carlos selbst steht in der Kritik. Er hatte sich 2012 bei der Elefantenjad die Hüfte gebrochen. Kostenpunkt der Botswana-Tour: mehr als 40.000 Euro. Das Doppelte eines spanischen Jahresverdienstes.