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Infantin Cristina: "Ich habe meinem Mann vertraut"

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Infantin Cristina: "Ich habe meinem Mann vertraut"

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Erstmals seit Wiederherstellung der Monarchie in Spanien ist ein Mitglied der königlichen Familie als Beschuldigte vor Gericht vernommen worden. Der Infantin Cristina (48) wird vorgeworfen in den Finanzskandal um ihren Ehemann, Ex-Handballstar Iñaki Urdangarin (46), verwickelt sein. Der Anwalt der zweitältesten Tochter von König Juan Carlos erklärte die siebenstündigen Befragung sei “sehr gut gelaufen”, man sei “sehr zufrieden”.

“Sie hatte keinerlei Privilegien oder Immunität. Sie hat die Fragen beantwortet. Sie ist erschienen. Fünf Stunden am Vormittag, zwei am Nachmittag hat sie alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet”, sagte Miquel Roca.

Die Vernehmung den Infantin wurde von antimonarchistischen Protesten begleitet. Rund 300 Menschen demonstrierten vor dem Landgericht in Palma de Mallorca.

Cristinas Ehemann wird beschuldigt, als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung mehr als fünf Millionen Euro staatlicher Mittel in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Die Infantin sagte aus, sie habe “alles unterschrieben”, was ihr Mann ihr vorgelegt habe.