Eilmeldung

Eilmeldung

Zentralafrikas Präsidentin: "Ohne Justiz kein Frieden"

Sie lesen gerade:

Zentralafrikas Präsidentin: "Ohne Justiz kein Frieden"

Schriftgrösse Aa Aa

In der Zentralafrikanischen Republik hat zum zweiten Mal in einer Woche ein Fall von Lynchjustiz auf offener Straße für Entsetzen gesorgt: Ein aufgebrachter Mob hatte einen muslimischen Rebellen verstümmelt und anschließend getötet. Tausende Muslime versuchen weiterhin, aus dem Land zu flüchten, um den christlichen Milizen zu entkommen.

Euronews-Reporter François Chignac sprach mit Zentralafrikas neuer Überganspräsidentin Catherine Samba-Panza. Sie steht vor einer großen Aufgabe: “Natürlich werden die massiven Menschenrechtsverletzungen nicht unbestraft bleiben. Ohne Justiz wird es in der Zentralafrikanischen Republik keinen Frieden geben.

Jeder wird sich für seine Taten verantworten müssen. Einige Menschen haben Straftaten begangen – sie werden dafür zur Rechenschaft gezogen. Ich werde die Straßenräuber und die zwielichtigen Politiker nicht in Schutz nehmen, auch nicht die Unruhestifter, die das Land in die jetzige Situation gebracht haben. Ich werde niemanden schützen. Jeder wird sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof für seine Taten verantworten müssen.”

Den Haag hat inzwischen Vorermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Zentralafrikanischen Republik eingeleitet. In der Hauptstadt Bangui hält die Gewalt unterdessen an. Die EU plant, die französisch-afrikanischen Bemühungen zu unterstützen, um dem Blutvergießen zwischen Christen und Muslimen ein Ende zu setzen.