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Hilfskonvoi für Homs beschossen

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Hilfskonvoi für Homs beschossen

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In der von syrischen Regierungstruppen belagerten Altstadt von Homs sind am Samstag erstmals Hilfslieferungen mit Lebensmitteln und Medikamenten eingetroffen. Allerdings wurde der Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Roten Halbmonds offenbar gezielt beschossen. Regierung und Rebellen beschuldigten sich gegenseitig, die Feuerpause gebrochen zu haben.

Neun Lkws des Konvois wurden mehrere Stunden lang durch den Beschuss aufgehalten. Zwei Fahrzeuge wurden beschädigt. Den Hilfsorganisationen gelang es 250 Lebensmittelpakete und 190 Hygiene-Kits in die Altstadt zu bringen. Von einem Lebensmittelpaket kann sich eine achtköpfige Familie zehn Tage lang verpflegen.

Am Freitag hatten die ersten 83 Zivilisten – Frauen, Kinder, ältere Menschen – die Altstadt verlassen können. Für die in dem von den Rebellen beherrschten Stadtviertel verbliebenen Zivilisten sind die Hilfslieferungen bestimmt.

Die Lage in der Altstadt gilt als äußerst kritisch. Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen sind etliche der Evakuierten unterernährt.

Der Waffenstillstand läuft am Sonntag aus.