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Feuerpause in Homs verlängert

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Feuerpause in Homs verlängert

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In der syrischen Stadt Homs ist die Feuerpause verlängert worden. Bis Mittwochabend sollen die Waffen schweigen. Allein am Montag brachten Hilfsorganisationen mehr als 450 Menschen aus der belagerten Stadt. Insgesamt konnten seit vergangener Woche rund 1200 Menschen gerettet werden.
Unter schwierigen Bedingungen brachten Helfer zudem wieder Hilfsgüter in die Stadt. Aber in den anderen Teilen des Landes gehen die Kämpfe weiter, so auch Mleha, östlich von Damaskus. Augenzeugen berichteten von zehn Toten.

In Genf begann unterdessen die zweite Runde der syrischen Friedensverhandlungen. Direkte Gespräche sind für diesen Mittwoch geplant. Doch beide Seiten zeigen sich weiter unversöhnlich. Der syrische Oppositionssprecher Louay Safi erklärte: “Es ist nicht akzeptabel, dass das Regime eine Delegation zu den Friedensgesprächen schickt, während es weiter die Menschen in Syrien tötet. Das muss aufhören. Wir fordern die internationale Gemeinschaft dazu auf, etwas dagegen zu unternehmen.”

Laut Opposition seien seit Beginn der Friedensverhandlungen Ende Januar mehr als 1800 Menschen von Regierungstruppen getötet worden. Zudem warf sie der Regierung vor, die Verhandlungen zu verlangsamen, um Zeit zu gewinnen.

Syriens stellvertretender Außenminister Faisal Mekdad widersprach dem. “Wenn wir nicht darüber sprechen, wie wir diese Massaker beenden können, werden die Menschen kein Vertrauen in den Friedensprozess haben.”

Erklärtes Ziel der Genfer Gespräche ist ein Ende des Bürgerkrieges. Das scheint noch in weiter Ferne. Auch die Rebellenhochburg Aleppo steht weiter unter Beschuss. Regierungstruppen hätten aus Helikoptern erneut Fassbomben abgeworfen, hieß es.