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Kunst statt Skandal - Ausstellung zu Ehren von Woody Allen in Buenos Aires

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Kunst statt Skandal - Ausstellung zu Ehren von Woody Allen in Buenos Aires

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Eigentlich ist gerade nicht der beste Zeitpunkt für eine Woody-Allen-Schau. In den Medien tobt ein heftiger Schlagabtausch zwischen Allen und seiner Adoptivtochter Dylan Farrow, die ihm sexuellen Missbrauch vorwirft. Als der Argentinier Hugo Echarri seine Ausstellung plante, konnte er das nicht ahnen. Er fand den Kultregisseur so inspirierend, dass er ihm eine Werkserie widmete. “Queremos tanto a Woody” heißt die Schau, übersetzt bedeutet das: “Wir lieben Woody so sehr”.

Hugo Echarri: “Ich fand es interessant, eine Ausstellung über Woody Allen zu machen. Er hat ein umfangreiches künstlerisches Werk, mit vielen sehr plastischen Figuren, das fand ich anregend. Es gab jede Menge Material für eine Ausstellung.”

Allens filmisches Werk reicht von “What’s New Pussycat?” 1965 bis zu seinem aktuellen Streifen “Blue Jasmine”, der bei der diesjährigen Oscar-Verleihung mit drei Nominierungen im Rennen ist.
Allerdings könnte sich der Streit um die Missbrauchsvorwürfe negativ auf die Entscheidung der Filmakademie auswirken. Dylan Farrow hatte die Anschuldigungen in einem offenen Brief in der New York Times erhoben. Allen wies diese auf dem gleichen Weg zurück, ebenfalls in einem offenen Brief. Der Skandal könnte sich ausweiten.

Allens frühere Lebenspartnerin Mia Farrow hatte die Vorwürfe bereits vor mehr als 20 Jahren zur Sprache gebracht.

Um Woody Allens chaotisches Familienleben geht es jedenfalls nicht in der Ausstellung. Vielmehr seine Filme, seine Musik, seine Kunst. Zu sehen ist sie im Borges Kulturzentrum in Buenos Aires bis zum 6. März.