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Schweizer Volksabstimmung zu Ausländer-Stopp verstört die EU

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Schweizer Volksabstimmung zu Ausländer-Stopp verstört die EU

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Die Schweiz hat mit ihrem Volksentscheid für eine Begrenzung der Zuwanderung ihre Nachbarn verärgert. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel rechnet mit ernsthaften Problemen. Die Deutschen bilden nach den Italienern die zweitstärkste Ausländer-Gruppe im Land.

Ein Mann in Genf meinte: “Es ist wegen der Wirtschaft. Die Menschen haben Angst, dass massenweise Einwanderer hierherkommen und ihnen die Jobs wegnehmen. Ich glaube, das ist falsch.” Ein anderer Passant sagte: “Ich habe mit “Nein” gestimmt, denn wir sind im Herzen Europas. Aber vielleicht ist die Schweiz eine Art Versuchslabor und das was hier passiert, wird sich in den kommenden Jahren auch im restlichen Europa ereignen.”

Die Vorlage wird vor allem EU-Bürger treffen. Sie können seit rund zehn Jahren im Rahmen eines Freizügigkeitsabkommens problemlos in das Nicht-EU-Land ziehen, wenn sie einen Arbeitsplatz haben. Die rechtsnationale und EU-feindliche Schweizerische Volkspartei (SVP) pocht auf eine zügige Umsetzung ihrer Initiative.

In Zürich gingen unterdessen am Sonntag nach dem Votum Tausende Menschen auf die Straße. Sie sind für Solidarität und gegen eine Einschränkung der Zuwanderung.