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"Terminator des Kongo" in Den Haag vor Gericht

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"Terminator des Kongo" in Den Haag vor Gericht

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Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat ein Vorverfahren gegen den ehemaligen kongolesischen Rebellenchef Bosco Ntaganda eröffnet. Dem 40-Jährigen wird unter anderem Mord, Vergewaltigung und der Einsatz von Kindersoldaten vorgeworfen.

Chefanklägerin Fatou Bensouda sagte: “Bosco Ntaganda, der berüchtigte Kommandant, der unter dem Namen “Terminator” bekannt ist, ist hier, denn er ist verantwortlich für eine Kampagne von Gewalt und Terror gegen Zivilisten und Kinder, die sich über ein Jahr lang hinzog.” Bensouda zufolge gibt es für seine Schuld eindeutige Beweise. In den kommenden fünf Tagen sollen Kindersoldaten, Opfer von sexueller Gewalt und Rebellen als Zeugen aufgerufen werden.

Ntaganda, der sich selbst als Soldat bezeichnet, beteuert seine Unschuld. Laut der Anklage hat er von 2002 bis 2003 Angriffe auf Dörfer im Norden des Kongo befehligt. Dabei seien mindestens 800 Frauen, Männer und Kinder getötet worden.