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Bosnische Proteste: Solidarität in Belgrad

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Bosnische Proteste: Solidarität in Belgrad

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In Sarajewo und anderen Städten Bosnien-Herzegowinas sind erneut Tausende auf die Straßen gegangen. Die Demonstranten verleihen ihrer Unzufriedenheit über die wirtschaftliche Not Ausdruck und fordern Konsequenzen, konkret den Rücktritt der Regierung.

Carl Bildt, ehemaliger Sondergesandter der Vereinten Nationen für den Balkan und heutiger schwedischer Außenminister, sagte: “Ich glaube, dass sich die Politiker dort lange Zeit auf die falschen Themen konzentriert haben. Es ging oft um Fragen der Verfassung, und nicht um die angespannte wirtschaftliche Lage im Land, also die Notwendigkeit grundlegender wirtschaftlicher Reformen. Diese wurden vernachlässigt.”

In der serbischen Hauptstadt Belgrad versammelten sich gestern mehrere Hundert Menschen zu einer Solidaritätskundgebung.

Die offizielle Arbeitslosenquote in Bosnien-Herzegowina liegt bei über 40 Prozent, 19 Prozent der rund viereinhalb Millionen Einwohner leben in Armut, viele leiden Hunger.