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Feuerpause in Homs ausgesetzt

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Feuerpause in Homs ausgesetzt

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Die Feuerpause in Homs ist am Dienstag aus logistischen Gründen ausgesetzt worden. Das teilte der Gouverneur mit. Sie soll aber am Mittwoch wieder gelten. Bisher konnten 1200 Bewohner der zentralsyrischen Stadt in Sicherheit gebracht werden.

Für Wirbel sorgt unterdessen der Entwurf einer UN-Resolution. Dieser sieht Sanktionen gegen das syrische Regime vor, sollte es den Hilfsorganisationen nicht binnen zwei Wochen Zugang gewähren. Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete den Entwurf als “völlig inakzeptabel”. Er erklärte: “Der Entwurf enthält ein Ultimatum an die syrische Regierung. Wenn nicht innerhalb weniger Wochen alles entschieden wird, dann gibt es automatisch Sanktionen. Das kann nicht ernst genommen werden.”

Die syrische Regierung und die Opposition haben in Genf inzwischen mit direkten Verhandlungen begonnen. Die Opposition will auch für andere Städte eine Feuerpause erreichen. Ein Sprecher sagte: “Hundertausende Menschen harren in Ghouta, östlich von Damaskus aus. Wegen der Blockaden hungern sie, andere Gebiete sind auch betroffen. Was gerade in Homs passiert, ist nur vorübergehend. Wir fordern, dass die internationalen Menschenrechtsgesetze angewendet werden.”

Der Optimismus in Genf hält sich in Grenzen. Es gilt als ausgeschlossen, dass die Konfliktparteien sich rasch auf ein Ende des Bürgerkrieges verständigen. Seit Beginn des Aufstandes gegen Baschar al Assad sind Schätzungen zufolge mehr als 130.000 Menschen getötet worden.