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Frankreich-USA: Beste Freunde?

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Frankreich-USA: Beste Freunde?

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US-Präsident Barack Obama und sein französischer Amtskollege François Hollande haben bei einem Treffen im Weißen Haus betont, dass sie künftig noch enger zusammenarbeiten wollen.
Was den Atomstreit mit dem Iran betrifft, sind die Politiker der gleichen Meinung:

Barack Obama: “Präsident Hollande und ich sind uns einig, dass wir die bestehenden Sanktionen verstärken müssen. Neue Sanktionen während der Verhandlungen würden eine diplomatische Lösung gefährden.”

Auch bezüglich der Krise in Syrien verfolgen Obama und Hollande ähnliche Strategien.

François Hollande: “Wir waren bereit, militärisch einzugreifen – doch dann konnten wir eine andere Lösung finden: Verhandlungen. Ein Teil der Chemiewaffen ist schon zerstört worden. Eine politische Lösung haben wir aber noch nicht gefunden.”

Ein Anti-Spy-Abkommen jedoch rückt nach dem Treffen in weite Ferne. Präsident Obama versprach zwar vage, die Privatsphäre der Europäer zu respektieren, will sich gegenüber seinen Verbündeten aber nicht zum Spionageverzicht verpflichten.

Euronews-Korrespondent Stefan Grobe berichtet aus Washington: “Auf persönlicher Ebene schienen sich die beiden Präsidenten prächtig zu verstehen. Zu dieser gegenseitigen Anerkennung kam dann sicherlich auch noch die totale politische Harmonie der beiden Länder hinzu – obwohl Obama Frankreich nicht zum Nummer-Eins-Verbündeten der USA erklären wollte. Er liebe alle Europäer wie seine Töchter, sagte er.”