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Hochwasser in England: Keine Besserung in Sicht

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Hochwasser in England: Keine Besserung in Sicht

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Seit Wochen stehen Teile Englands unter Wasser – ein Ende des Regens ist bisher nicht in Sicht. Jetzt sagte Premierminister David Cameron eine Nahost-Reise ab, um sich um Rettungsmaßnahmen zu kümmern. Geld würde dabei keine Rolle spielen, sagte die britische Regierung.

Ein Mann aus einer Kleinstadt bei London beklagte, dass er das Wasser nicht mehr aus seinem Haus bekommt: “Die Kanalisation spuckt das Wasser wieder aus. Jetzt habe ich stinkendes Abwasser in meiner Küche. Ich pumpe es ab doch aus dem Abfluss kommt es viel schneller wieder zurück. Ein Nachbar, der hier schon seit 20 Jahren lebt, hat erzählt, dass er noch nie eine solche Überschwemmung gesehen hat.”

Am Dienstag galten entlang der Themse Hochwasserwarnungen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, der Straßen- und Bahnverkehr war eingeschränkt.

“Man darf die aktuelle Situation nicht noch verschlimmern”, sagte ein anderer Südengländer. “Es gibt gute Gründe für die gesperrten Straßen. Menschen verlieren ihre Fahrzeuge, weil sie die Schilder nicht beachten. Und für jemanden wie mich ist es zudem schlimm, weil jedes Mal, wenn ein Auto vorbeifährt, eine Flutwelle noch mehr Wasser in unser Haus trägt.”

Mehr als 1600 Soldaten werden die Rettungskräfte bei ihrem Einsatz unterstützen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen, versprach David Cameron.

Emily Dexter berichtete aus Südengland: “Die Polizei hat den Bezirk zu einem Gefahrengebiet erklärt. Sicherheitsbeamte sagen, dass sie noch nie zuvor so viele Hochwasserwarnungen herausgeben mussten. In manchen Gebieten gab es doppelt so viel Niederschlag, wie es sonst in einem Monat durchschnittlich gibt. Es ist offiziell der nässeste Jahresbeginn in 250 Jahren. Und das schlechte Wetter, soll anhalten.”