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"Jack und das Kuckucksuhrherz" und andere Filmperlen auf der Berlinale

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"Jack und das Kuckucksuhrherz" und andere Filmperlen auf der Berlinale

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Auf historischem Berlinalegrund, im frisch renovierten Zoo Palast, präsentierte Ira Sachs seinen Panorama-Beitrag “Love Is Strange” mit Alfred Molina und John Lithgow in den Hauptrollen als schwules Ehepaar.

John Lithgow: “Es ist wunderbar, diesen Film, auf den ich sehr stolz bin, hier vorzustellen. Love Is Strange, wir alle lieben diesen Film, das gesamte Team.”

Der Film erzählt die Geschichte von George und Ben, die nach 39 Jahren Beziehung beschließen zu heiraten, weil das für Schwule in New York nun endlich möglich ist. Doch auf die nette Hochzeit folgt das böse Erwachen. Die Homo-Ehe eckt an. George verliert seinen Job als Musiklehrer an einer katholischen Schule. Das Paar ist gezwungen, die Wohnung zu verkaufen und muss vorübergehend bei Familie und Freunden unterkommen. Allerdings getrennt. Eine Herausforderung für alle Beteiligten.
“Love Is Strange” läuft auf der Berlinale in der Panorama-Reihe.

“A Long Way Down”

Für Riesenandrang auf dem roten Berlinale Teppich sorgte “A Long Way Down” mit Ex-Bond-Darsteller Pierce Brosnan, Aaron Paul, Toni Colette und Imagen Poots. Die Tragikkomödie basiert auf dem gleichnamigen Roman-Bestseller von Nick Hornby. Was hält der Kultautor von der Verfilmung?
“Ich glaube, wir benutzen den falschen Begriff ‘Buchverfilmung’. Denn das Buch wird nicht plötzlich zu einem Film, es existiert weiterhin im Bücherregal. Der Film ist etwas Neues.”

Der Streifen handelt von vier lebensmüden Menschen, die sich am Silvesterabend beim Selbstmordversuch auf einem Londoner Hochhaus kennenlernen und gemeinsam beschließen, das bittere Ende bis zum Valentinstag zu verschieben.

Der Film des französischen Regisseurs Pascal Chaumeil läuft im Rahmen der Gala-Reihe “Berlinale Special” und kommt Anfang April in die deutschsprachigen Kinos.

“Jack und das Kuckucksuhrherz”

Auch der französische Animationsfilm “Jack et la mécanique du cœur” ist auf der Berlinale zu sehen. Die Geschichte eines Jungen, in dessen Brust eine Kuckucksuhr tickt, stammt vom Mathias Malzieu, Sänger der französischen Band Dionysos. Als Vorlage dienten ein 2007 erschienenes Konzeptalbum und die dazugehörige, gleichnamige Erzählung.

Mathias Malzieu: “Wichtig war, dem Geist der Geschichte treu zu bleiben. Denn wir mussten einige Veränderungen vornehmen, sonst wäre es ein vier oder fünf Stunden langer Film geworden. Es sollte aber auch nicht einfach nur eine Zusammenfassung meines Buchs und des Dionysos-Albums werden.”

Bei der filmischen Umsetzung arbeitete Mathias Malzieu mit dem französischen Regisseur Stéphane Berla zusammen.

Die Geschichte von Jack und dem Kuckucksuhrherz läuft auf der Berlinale in der Kinder- und Jugendfilmen gewidmeten Sektion Generation Kplus.