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Kämpfe in Syrien: Armee nimmt Grenzstadt unter Dauerbeschuss

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Kämpfe in Syrien: Armee nimmt Grenzstadt unter Dauerbeschuss

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Die Kämpfe in Syrien gehen trotz der Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition weiter: Die Armee soll die Stadt Yabroud unter Dauerbeschuss genommen haben. Das teilten Aufständische mit. Der Ort liegt an der Grenze zum Libanon.

Die syrische Armee soll zudem Ziele in der Stadt Aleppo attackiert haben. Ein Video soll die Angriffe belegen. Die Truppen von Präsident Assad warfen angeblich sogenannte Fassbomben ab, mit Sprengstoff und Nägeln gefüllte Eisenfässer. Sie entfalten bei der Detonation eine besonders zerstörerische Wirkung.

Die syrischen Flüchtlinge in Jordanien verfolgen derweil mit wachsendem Unmut die Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition. “Genf, Genf, Genf, wir haben auf die Konferenz gewartet, damit unsere Probleme gelöst werden”, so ein Mann. “Aber bislang hat uns die Konferenz nichts gebracht.”

Der Flüchtlingsstrom in den Libanon führt unterdessen zu wachsenden Spannungen in dem Land. Durch die syrischen Flüchtlinge entsteht dort eine wachsende Konkurrenz. Ein
Ladenbesitzer erzählt: “Ich verdiene jetzt viel weniger. Ich verkaufe ein Päckchen Kekse für 6000 Lire. Die Syrer eröffnen jede Menge Süßwarenläden und bieten die Kekse für 4000 an. Ich habe nun weniger Kunden und ich muss die Preise senken. So verdiene ich immer weniger.”

Mehr als 1,7 Millionen Syrer sind seit dem Ausbruch des Konflikts aus ihrer Heimat geflohen. Die meisten von ihnen gingen in den Libanon.