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Nachts im Naturkundemuseum

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Nachts im Naturkundemuseum

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Im Dunkeln ist bekanntlich gut munkeln. Wie viele Lebewesen nach Sonnenuntergang unterwegs sind, zeigt das Pariser Naturkundemuseum in seiner aktuellen Ausstellung. “Nuit” heißt der Ausflug zu den Geschöpfen der Nacht, bei dem einem angesichts der steifen Tiere schon das Gruseln kommen könnte. Doch die Schau verfolgt ein pädagogisches Ziel. Sie will auf eine empfindliche und schützenswerte Fauna aufmerksam machen, die sich dank ausgeprägter Sinnesorgane in der Dunkelheit sehr gut zurechtfindet. Wäre da nicht das Licht der industrialisierten Welt, das den Tieren immer stärker zu schaffen macht, erklärt Kurator Didier-Julien Laferrière.

“Viele Nachttiere orientieren sich anhand von Mond und Sternen, das ist für uns ein relativ neues Thema. Wenn das Streulicht zu stark ist, sehen sie die Sterne nicht mehr und verlieren die Orientierung. Sie werden von den ihnen unbekannten künstlichen Lichtquellen in die Irre geführt. Nachtfalter zum Beispiel, die um Laternen schwirren oder Zugvögel, die von ihrer Flugroute abweichen und an Erschöpfung zugrunde gehen, weil sie ihr Ziel nicht erreichen.”

Der auf eintausend Quadratmeter angelegte Parcours mit interaktiven Exponaten ist in vier Abschnitte unterteilt: Natur in der Dunkelheit, Nachthimmel, Schlaf, sowie Mythen und Monster.

Ein Nachtspaziergang für die ganze Familie, zu sehen im Pariser Naturkundemuseum bis Anfang November.

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