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Ausnahmezustand in England und Wales: Aufräumarbeiten im Gang

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Ausnahmezustand in England und Wales: Aufräumarbeiten im Gang

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Nach den heftigen Stürmen der Nacht herrscht in weiten Teilen Englands und in Wales immer noch Chaos. Zwar wurden die Aufräumarbeiten begonnen. Doch noch immer ist der Verkehr teilweise lahmgelegt und Zehntausende Häuser sind von der Stromversorgung abgeschnitten.

Bea Evans aus Wraysbury in dem seit Wochen von schweren Regenfällen heimgesuchten Themse-Tal musste sein Haus verlassen: “Das Wasser ist gegen drei oder vier Uhr morgens sehr, sehr schnell gestiegen. Als wir aufgewacht sind, war das Haus komplett überflutet.”

Die Betroffenen werden in Schulen untergebracht und von Polizisten und Freiwilligen versorgt. Landesweit stehen laut Verteidigungsministerium 2000 Soldaten für Hilfseinsätze bereit. Viele Familien leben im Ausnahmezustand. Auch die von Bea Evans aus Wraysbury: “Ich habe drei kleine Kinder, die alle getrennt voneinander untergebracht sind, bei Familie oder Freunden. Ich habe keine Kinder mehr im Haus, das ist viel zu gefährlich, das Wasser ist sehr, sehr dreckig.”

Die Sturmböen der vergangenen Nacht erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern. Sie forderten bisher ein Todesopfer – ein etwa 70 Jahre alter Mann starb vermutlich durch einen Stromschlag. Zwar ist die höchste Alarmstufe aufgehoben, doch die Behörden warnen vor erneuten Stürmen und heftigen Regenfällen am Freitag.