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Fußbruch, Sturz und Rückenschaden: Das war der sechste Tag von Sotschi

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Fußbruch, Sturz und Rückenschaden: Das war der sechste Tag von Sotschi

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Der sechste Wettkampftag in Sotschi – für folgende Ereignisse wird er wohl am ehesten in Erinnerung bleiben.

Martin Fourcade hat einen weiteren Schritt in Richtung Superheld der Winterspiele gemacht. Der französische Biathlet holte sich jetzt sein zweites Gold in Sotschi. Den Gegnern ließ er über das 20-Kilometer Einzelrennen keine Chance. Einmal schoss der Mann zwar daneben, dennoch kam er am Ende mehr als 12 Sekunden vor dem Deutschen Eric Lesser ins Ziel. Lokalmatador Jewgeni Garanitschew überraschte seine russischen Fans mit Bronze.

Fourcade muss noch drei Rennen absolvieren, den Massenstart, die Staffel und die gemischte Staffel. Daher werden wir wohl noch das ein oder andere Mal über den bemerkenswerten Franzosen berichten.

Alles kein Fußbruch

Dass man auch mit gebrochenem Fuß gut laufen, genau gesagt: langlaufen kann, das hat die Polin Justyna Kowalczyk jetzt bewiesen. Trotz der Blessur unten links holte sie sich über die 10 km im klassischen Stil ihren zweiten Olympiasieg nach 2010. Jetzt gelangte sie mit einem bequemen Vorsprung von mehr als 18 Sekunden vor der Schwedin Charlotta Kalla ins Ziel. Vierfach-Olympiasiegerin Mari Björgen schaffte es nur auf Platz fünf. Den dritten Rang belegte die Norwegerin Therese Johaug.

Drama beim Shorttrack

Drama beim 500-Meter Finale der Shorttrack-Damen. Die Britin Elise Christie bringt die Italienerin Arianna Fontana ebenso zu Fall wie die sechsfache Weltmeisterin Seung-Hi Park aus Südkorea. Das brachte Christie die Disqualifikation ein, die Chinesin Jianrou Li hingegen schoss nach vorn und holte sich Gold vor Italien und Korea.

Und auch im Einsschnellauf über 1000 Meter ein sensationeller chinesischer Erfolg: Hong Zhang ließ alle Favoriten hinter sich, die dreimalige Olympiasiegerin Irene Wüst aus den Niederlanden holte Silber, die amtierende Weltmeisterin Olga Fatkulinu aus Russland ging gar leer aus, sie musste Bronze der Niederländerin Margot Boer überlassen.

Eislauf: Russlands Star gibt verletzt auf

Ein echter Hammerschlag war die Entscheidung des russischen Eiskunstläufers Jewgeni Pluschtschenko, im Kurzprogramm der Herren nicht anzutreten. Die Teilnahme des 31-jährigen Stars an den Spielen war fast schon eine Angelegenheit von höchster nationaler Bedeutung. Beim Aufwärmen holte er sich aber eine Rückenblessur, das Aus fürs Eis. Und der Topplazierte nach dem Kurzprogramm ist: Yuzuru Hanyū aus Japan.

Im Snowboarden gingen alle drei Freestyle-Medaillen an US-Athleten. Bester von allen: Joss Christensen.

Deutschland in Medaillenspiegel top

Deutschland wiederum hat die Führung im inoffiziellen Medaillenspiegel ausgebaut mit einem Gold und einem Silber. Insgesamt sind sieben der zehn deutschen Medaillen aus Gold.Rein quantitaiv führt Norwegen mit insgesamt 13 Medaillen.

Das wars für heute, bis zum nächsten Mal.