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Nach Aufregung um Knesset-Rede: Schulz verteidigt Israel-Kritik

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Nach Aufregung um Knesset-Rede: Schulz verteidigt Israel-Kritik

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EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat seine Rede im israelischen Parlament gegen die Kritik aufgebrachter Knesset-Abgeordneter verteidigt. Er sei verpflichtet gewesen, die Position des Europäischen Parlaments darzulegen. Dazu gehören laut Schulz auch konfliktträchtige Dinge. In seiner Rede sprach er von einer “Blockade” des Gaza-Streifens.

Weiterhin sagte er: “Ich glaube ganz sicher, dass die Abtrennung Ost-Jerusalems von der Westbank in den Augen meines Parlaments und der EU und der gesamten Internationalen Gemeinschaft eine Hürde auf dem Weg zu einer Friedenslösung darstellt.”

Als Schulz auf Probleme der Palästinenser bei der Wasserversorgung zu sprechen kam, verließen Abgeordnete der siedlernahen Partei “Jüdisches Haus” das Parlament. Parteichef Naftali Bennett sagte, er akzeptiere keine Lügen von einem Deutschen. Schulz zeigte sich von der Reaktion überrascht. Seiner Meinung nach habe er eine pro-israelische Rede gehalten. Tatsächlich erntete der EU-Politiker auch Beifall für seine Worte.