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Frankreich engagiert sich stärker in Zentralafrika

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Frankreich engagiert sich stärker in Zentralafrika

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Frankreich sendet 400 zusätzliche Soldaten in die Zentralafrikanische Republik. Damit steigt die Zahl der entsandten Militärs auf 2000. Sie sollen die einheimischen Soldaten dabei unterstützen, die seit über einem Jahr anhaltende Gewalt zu beenden. Ein Teil der Soldaten soll später der geplanten EU-Truppe unterstellt werden.

Der französische Außenminister Laurent Fabius erklärte: “Europa hat sich entschieden, einzugreifen. Während wir hier sprechen, werden die Kräfte gebündelt. Wir fragen jedes Land, wie viele Soldaten es senden kann oder welche Art von Hilfe es beitragen will.”

Anfang der Woche wurde in einem Militärcamp ein Massengrab entdeckt. Mindestens dreizehn 13 Leichen wurden exhumiert. Die Kämpfe zwischen muslimischen Rebellen und christlichen Milizen haben das Land ins Chaos gestürzt. Viele Muslime flüchteten nach Kamerun oder in den Tschad. Amnesty International hat die Situation in der früheren französischen Kolonie als “ethnische Säuberung” beschrieben. Die Lage der bis zu 100.000 Flüchtlinge in den verschiedenen Lagern verschlechtert sich ständig.