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Mexiko: Gesetzesentwurf zur Legalisierung von Drogen

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Mexiko: Gesetzesentwurf zur Legalisierung von Drogen

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Bald schon könnte dies in Mexiko legal sein: Kiffen – der Besitz und Konsum von Marihuana. Mit einem Gesetzesentwurf zur Liberalisierung der Anti-Drogengesetze haben linksgerichtete Parlamentarier in Mexiko jetzt einen Vorstoß in diese Richtung unternommen. Der Entwurf sieht die EInrichtung offizieller Ausgabestellen und die Heraufsetzung der zulässigen Besitzmenge vor – auch für harte Drogen wie LSD und Kokain. In Uruguay ist dies bereits geschehen. Ein Gesetz zur Cannabis-Legalisierung war dort Ende Dezember 2013 verabschiedet worden. Es genehmigt den Verkauf der Pflanze in Apotheken und den Anbau von bis zu sechs Stauden pro Haushalt. Uruguays Präsident Jose Mujica begründete diesen Schritt so: “Der illegale Drogenhandel ist viel schlimmer als die Droge. Er beherrscht einen illegalen Markt. Kompetenzfragen werden da auf kriminelle Weise mit der Pistole geklärt.”
Der Drogenkrieg beherrscht auch Mexiko. Seit 2006 sind ihm mehr als 60.000 Menschen zum Opfer gefallen. Eine Liberalisierung des Betäubungsmittelgesetzes soll nach Meinung der Initiatoren diesen Krieg nun beenden helfen.