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Streit um Syrien im UN-Sicherheitsrat

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Streit um Syrien im UN-Sicherheitsrat

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Während die syrischen Friedensverhandlungen in Genf keinerlei Fortschritte verzeichnen, streitet der UN-Sicherheitsrat in New York über eine neue Resolution. Die Nothilfekoordinatorin der Vereinten Nationen,Valerie Amos, warf dem Sicherheitsrat Zauderei vor und forderte, in Syrien aktiv zu werden. In New York sagte sie: “Ich habe dem Sicherheitsrat gesagt, es ist inakzeptabel, dass die Ratsmitglieder seit vier Monaten Handlungen fordern während internationale Menschenrechte weiterhin systematisch von allen beteiligten des Konflikts verletzt werden.” Dass eine UN-Resolution daran etwas ändern würde, bezweifelte sie aber ebenso, wie die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Powers: “Angesichts der ernsten Lage vor Ort ist uns keine Resolution lieber als eine schlechte Resolution. Wir wollen keine Resolution nur um ihrer selbst willen.”
Bisher scheiterte die Verabschiedung einer Resolution am Widerstand Russlands und Chinas, die Sanktionen ablehnen. Aus der belagerten Stadt Homs wurden diese Woche 1400 Menschen evakuiert. Es gebe noch fast eine Viertel Million weitere Menschen, die unter Belagerung litten, so UN-Hilfskoordinatorin Amos. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor drei Jahren starben UN-Angaben zufolge mehr als 100.000 Menschen. Die syrische Opposition spricht von 136.000 Toten.