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Berlinale: Asiatisches Kino großer Gewinner der Filmfestspiele

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Berlinale: Asiatisches Kino großer Gewinner der Filmfestspiele

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Den Goldenen Bär der Berlinale hat in diesem Jahr der chinesische Streifen “Schwarze Kohle, dünnes Eis” gewonnen.

Der Hauptdarsteller Fan Liao wurde außerdem mit einem Silbernen Bären als bester Schauspieler geehrt.

Der Film erzählt von einem Polizisten, der einen Serienmörder jagt.

Der Beamte findet schließlich heraus, dass alle Taten mit einer jungen Frau zusammenhängen.

Er verliebt sich in sie und muss erkennen, dass Schuld und Unschuld nicht immer zu trennen sind.

“Ich habe in meinem Film mit langen Einstellungen gearbeitet”, so der Regisseur Diao Yian. “Das ist zwar mehr Arthouse-Stil aber ich mochte die Idee, einen Thriller zu drehen und mit Elementen zu experimentieren, die ungewöhnlich für das Genre sind.”

Die Japanerin Haru Kuroki erhielt den Silbernen Bären als beste Schausielerin.

“Für meine Rolle war es wichtig, dass ich lernte, wie man einen Kimono trägt”, erzählt Haru Kuroki. “Ich musste verstehen, wie man sich darin bewegt und wie das die Körpersprache beeinflusst.”

Haru Kuroki spielt in dem Film “Das kleine Haus” ein Dienstmädchen, das entdeckt, das seine Hausherrin eine heimliche Affäre hat.

Die junge Angestellte verhält sich zunächst loyal, doch als sie immer mehr von der Beziehung mitbekommt, muss sie eine schwere Entscheidung treffen.

Der Liebling der Festivalbesucher war das amerikanische Drama: “Boyhood”, ein Langzeitfilm über einen Jungen aus Texas.

Der Streifen entstand in 39 Drehtagen – die erstreckten sich allerdings über 12 Jahre.

Der Regisseur Richard Linklater wurde mit dem Silbernen Bären als bester Regisseur ausgezeichnet.

“Der Preis gehört den 400 Leuten, die zwölf Jahre an dem Film gearbeitet haben”, so Linklater. “Der Preis für den besten Regisseur bedeutet mir nichts. Wichtig war der große Zuspruch, den wir in Berlin erfahren haben, die Verbindung mit dem Publikum und dem Film. Das bedeutet mir viel.”

Und noch ein chinesischer Film holte einen Silbernen Bären. Zeng Jian erhielt für die Kamera im Film “Blind Massage” die Auszeichnung für eine herausragende künstlerische Leistung.

“Die Jagd auf die Bären ist beendet – eindeutiger Gewinner des diesjährigen Film Festivals ist das asiatische Kino mit 4 Bären.”,so der Euronews-Reporter. “Sicherlich eine ganz große Überraschung mit der keiner gerechnet hätte. Nach 7 Jahren wieder einen Goldenen Bären für einen Film aus dem Reich der Mitte.”