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Eklat um Mursis gläsernen Knebel: Gericht vertagt Prozess

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Eklat um Mursis gläsernen Knebel: Gericht vertagt Prozess

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Die Glas-Kabine, in der der ehemalige ägyptische Präsident Mohamed Mursi nun seine Verhandlungstage verbringen muss, hat für einen Eklat gesorgt.

Weil Mursi die Verhandlung immer wieder mit lauten Zwischenrufen störte, hatten die Richter die Installation der schalldichten Kabine für die Angeklagten angeordnet.

Mursis Anwälte beklagten nun, ihr Mandant könne der Verhandlung nicht mehr folgen. Richter und Anklage verwiesen dagegen auf die ebenfalls installierten Kopfhörer. Aus Protest verließen die Anwälte schließlich den Saal.

Das Gericht, vor dem sich Mursi wegen eines angeblichen Komplotts mit ausländischen Gruppen zur Verübung von Terroranschlägen verantworten muss, will nun neue Verteidiger berufen und vertagte den Prozess auf den 23. Februar.

Gegen Mursi laufen noch zwei weitere Prozesse: wegen Anstiftung zu Gewalt und Mord sowie wegen Mordes an Gefängnisaufsehern. Ein vierter Prozess wegen Beleidigung der Justiz soll bald beginnen.