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Sotschi-Tag 9: Triple und andere Triumphe

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Sotschi-Tag 9: Triple und andere Triumphe

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Norweger Gewinner und Verlierer des Super-G

Die ersten Medaillen des Sonntags wurden im Alpin-Ski Super-G Rennen vergeben.
Gold ging erwartungsgemäß an Norwegen, aber nicht in die Tasche von Favorit Aksel Lund Svindal, sondern an dessen Landsmann Kjetil Jansrud.
Danach folgten zwei Amerikaner. Sensationelles Silber eroberte Andrew Weibrecht und dann folgte auch schon US-Oldie Bode Miller, der Bronze gewann.
Für Miller die sechste Medaille bei seinen fünften olympischen Spielen.
Der Kanadier Jan Hudec teilte sich Bronze mit Miller.

Favorit Svindal landete auf Rang sieben. Die nächste Enttäuschung für den Norweger, der in drei alpinen Wettbewerben nicht einmal aufs Treppchen sprang.

Schweden gewinnt Staffel-Gold im Langlauf

Die Langlauf-Staffel endete mit dem erwarteten Erfolg der schwedischen Männer. Sie lagen zunächst Kopf-an-Kopf mit Finnland, aber dann kamen die Russen mit einer Energieleistung von Alexander Legkov heran.

Russland bewahrte sich Platz zwei auch durch Schlussläufer Maxim Wylegschanin, der Frankreich mit Ivan Perillat Boiteux erfolgreich auf Distanz hielt.
Für Russland war es die erste Staffel-Medaille der Post-Sowjet-Ära.
Wie schon in der Damen-Staffel blieb Norwegen Edelmetall versagt mit Rang vier.

Neues Triple für die Niederlande

Die Niederlande dominieren weiterhin den Eisschnelllauf in Sotschi. “Oranje” gelang bereits der dritte Medaillen-Coup mit Gold, Silber und Bronze über die 1500 Meter der Damen. Jorien Ter Mors gewann ihre erste Olympia-Medaille und dann auch noch gleich Gold.
Vancouver-Champion Irene Wüst musste sich diesmal mit Silber begnügen und Bronze ging an die erst 22-jährige Lotte van Beek.
Von ihren bislang 17 Medaillen in Sotschi gewann die niederländische Mannschaft 16 im Eisschnelllauf und dazu eine im Short Track. Eine ziemlich einzigartige Teamleistung.

Putins Ukraine-Abstecher in Sotschi

Der russische Präsident Wladimir Putin klappert weiter die nationalen Delegationen im Olympischen Dorf ab. Jüngste Station Putins war die Vertretung der Ukraine. Sehen Sie selbst.

Festlich eingedeckte Tafel und eher steif gestaltete sich auch Wladimir Putins Abstecher in das ukrainische Haus in Sotschi. Zu vermuten ist, das die Politik draußen vor der Olympia-Tür blieb.

Der russische Präsident lässt kaum etwas unversucht, um möglichst vielfältig Präsenz zu zeigen. Das Ergebnis ist eine dauerhafte Pendelei zwischen Patientenbesuchen im Krankenhaus, Visiten im Olympischen Dorf und natürlich Abstechern zu Sportstätten abhängig von der Tagesform.
Die war zu Gast bei der Ukraine nicht optimal: Putin hatte gerade die Niederlage der russischen Eishockey-Mannschaft gegen die USA mitverfolgt.

Meteoriten-Medaillen in Sotschi unerwünscht

Exakt vor einem Jahr flog ein gewaltiger Meteorit über die russische Region Chelyabinsk.
Was der mit Olympia zu tun hat? Finden Sie es heraus in unserem abschließenden Olympia-Bericht.

Nicht von dieser Welt war der Meteorit, der am 15. Februar vergangenen Jahres etwa 1500 Kilometer östlich von Moskau vorüberzog. Nicht, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. Kleinere Meteoriten-Partikel sollten an alle Medaillengewinner von Sotschi verteilt werden.
Zumindest war es so geplant.

Evgeniya Dukhina, Sprecherin der Region Chelyabinsk:

“Nun, es wurde ja in der ganzen Welt übertragen und alle waren aufgeregt. Aus aller Welt gingen Anrufe bei uns ein. Jeder wollte wissen, was passiert ist. Das ist schon eine große Sache, interessant und einzigartig. Es sind zwar keine Diamanten, aber etwas außergewöhnliches.”

Dem Internationalen Olympischen Komitee stieß der Meteoriten-Glanz abseits der fünf Ringe jedoch übel auf. Es untersagte kurzerhand die Partikel-Vergaben an die Olympioniken.