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Venezuela: Studenten gegen Maduro

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Venezuela: Studenten gegen Maduro

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In Venezuela haben erneut tausende Studenten gegen Präsident Nicolás Maduro demonstriert. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen Studenten vor, die eine Straße in der Hauptstadt Caracas blockierten. Die Protestierenden forderten die Freilassung von rund 100 Demonstranten, die bei gewaltsamen Zusammenstößen am vergangenen Mittwoch festgenommenen worden waren. Präsident Maduro und dessen Anhänger sehen die seit mehrerern Wochen andauernden Studentenproteste als Werk einer ‘faschistischen’ Opposition, die von Oppositionsführer Leonardo Lopez angestiftet werde. Gegen Lopez wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Vor tausenden Anhängern im Stadtzentrum drohte Maduro, er werde die demokratische Revolution in Venezuela mit allen Mitteln verteidigen, wenn nötig mit Waffengewalt. Maduro machte bei seiner Kundgebung auch Kolumbiens konservativen Ex-Präsidenten Álvaro Uribe für die Gewalt in Venezuela verantwortlich. Dieser sei ein “Feind Venezuelas” und stütze Bestrebungen für einen Staatsstreich. Die USA bezichtigte er, Umsturzpläne der Opposition zu unterstützen. Das kam bei seinen Anhängern an: “Raus mit den Yankees. Es lebe Chavez, lang lebe Maduro, Raus mit euch Saboteuren. Wir wollen Frieden in unserer Heimat Venezuela,” rief da einer seiner Anhänger. Mehr Frieden fordern auch die Gegner Maduros. Venezuela hat eine der höchsten Mordraten der Welt.