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Kroaten: "Wir sind die ersten Opfer des Schweiz-Entscheids"

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Kroaten: "Wir sind die ersten Opfer des Schweiz-Entscheids"

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Enttäuschung in Kroatien. Das Land sieht sich als erstes Opfer des Schweizer Volksentscheids zur Zuwanderung. Wegen der Abstimmung hat die Schweiz ein Abkommen gestoppt, das die Öffnung ihres Arbeitsmarktes für Kroaten regeln sollte. In dem Balkanland fühlt man sich benachteiligt – trotz EU-Mitgliedschaft.

Die Angestellte Vesna Nitaj: “Es ist ein wenig enttäuschend, dass wir der EU beigetreten sind, aber nicht die gleichen Rechte wie die anderen Mitglieder haben.”

Der Arbeitslose Vlatko Babic: “Uns wurde viel versprochen, etwa, dass ein Beitritt viele unserer Probleme lösen würde. Nun sind sechs Monate vergangen und nichts wurde getan, jeden Tag werden wir weiter an den Rand gedrängt.”

An diesem Dienstag ist der Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter in Berlin zu Besuch, davor macht er Halt in Paris. Die Kommentare dürften wenig freundlich ausfallen, auch die EU zieht die Schrauben an. So könnte die Entscheidung der Eidgenossen das Aus für die Schweizer Teilnahme am europäischen Studentenaustauschprogramm Erasmus+ bedeuten. Fast 3000 Studenten aus dem Alpenland nehmen daran jährlich teil. Und auch EU-Gelder für schweizerische Forschungsprojekte könnten eingefroren werden.

Extras

Infos zur Personenfreizügigkeit auf Schweizer Regierungsseite
Portrait von Didier Burkhalter auf Seite des Bundesrats