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Libor-Skandal - das juristische Nachspiel

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Libor-Skandal - das juristische Nachspiel

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Im internationalen Skandal um Zinsmanipulationen haben die britischen Behörden Anklage gegen drei frühere Mitarbeiter der Großbank Barclays erhoben.

Die drei Banker sollen sich zwischen Juni 2005 und August 2007 zusammengetan haben, um den Interbanken-Referenzzins Libor zu ihren Gunsten zu manipulieren, so die britische Strafverfolgungsbehörde für schwere Betrugsfälle (SFO).

In den Libor-Skandal sind weltweit zahlreiche Großbanken verwickelt. So mussten die Deutsche Bank, die Schweizer UBS, die Royal Bank of Scotland und die niederländische Rabobank hohe Summen zahlen. Auch Barclays hatte im Juli 2012 im Zusammenhang mit der Manipulationsaffäre einer Vergleichszahlung von 328 Millionen Euro zugestimmt.

Der Libor (“London Interbank Offered Rate”) ist einer der wichtigsten Referenzsätze für Hypotheken und andere Kredite. Von ihm hängen weltweit Finanzgeschäfte über mehrere Hundert Billionen Dollar ab. Der Zinssatz wird einmal pro Tag ermittelt, nach Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten.

su mit Reuters